28.07.2018 Solidarität statt Abschottung

Stoppt das Massensterben im Mittelmeer!

Ein kurzer Video-Bericht der Landeszeitung über die DEMO.

Der vergangene Juni war der tödlichste Monat auf dem Mittelmeer seit fünf Jahren. Obwohl deutlich weniger Geflüchtete unterwegs waren, starben im letzten Monat 629 Menschen, so meldete die Hilfsorganisation Sea Watch, die Dunkelziffer wird wesentlich höher liegen. Statt humanitäre Hilfe auszuweiten, werden zivile Rettungsmissionen von Mitgliedsstaaten der EU in Häfen abgewiesen, festgesetzt oder vor Gericht gestellt. Europäische Grenzen werden zunehmend durch festungsähnliche Anlagen, wie Stacheldrahtzäune und Wachtürme gesichert. Zeitgleich werden die Grenzen der EU auf nordafrikanische Staaten durch Deals mit zum Teil diktatorischen Regimen, ausgeweitet. Das Auswärtige Amt spricht von „Exekutionen, Folter und Vergewaltigungen“ Menschen, welche die Überfahrt überleben, erwarten rassistische Anfeindungen, bürokratische Willkür, menschenunwürdige Internierung oder Abschiebung. Die durch die EU und ihre neoliberale Wirtschafts-, Klima- und Außenpolitik mit verursachten Fluchtursachen, werden während dessen weiter vorangetrieben werden. Die Abschottungspolitik der EU verleumdet Schutzsuchende zur Bedrohung, die angeblichen „Abwehrmaßnahmen“ werden unter Opferung der Menschenrechte und der Inkaufnahme tausender Toter getroffen.

Wir sagen: Menschen in Not ist bedingungslos zu helfen! Seenotrettung ist kein Verbrechen, sondern eine humanitäre Pflicht! Ein menschenwürdiges Leben ist ein Grundrecht und für alle zu verwirklichen! Die Bundesregierung lenkt mit konstruierten Problemen ab und verschärft den wachsenden Rassismus, während Wohnungsnot und Mietwucher, Niedriglöhne und unsichere Arbeitsverhältnisse, Pflegenotstand und Altersarmut, Klimawandel und Luftverpestung, sowie die wachsende Kriegsgefahr drängende und größer werdende Probleme für die Mehrheit der Bevölkerung sind. Wir rufen dazu auf, uns untereinander zu solidarisieren um gemeinsam für bessere Lebensverhältnisse für alle - unabhängig von Nationalität, Hautfarbe und Religionszugehörigkeit – zu kämpfen, statt sich als Bevölkerung in Lohnabhängige und Arbeitslose, in Rentner_innen und Jugendliche oder in Migrant_innen und Nicht-Migrant_innen spalten zu lassen.

Gemeinsam setzen wir uns ein für: Die Solidarität mit Menschen in Not - Die Wiederaufnahme und Ausweitung ziviler Seenotrettung - Die Schaffung legaler Fluchtrouten - Ein Ende der Abschiebungen - Den Stopp der Kriminalisierung von Geflüchteten - Die Schließung von Internierungslagern überall - Die Bekämpfung der Ursachen von Flucht, wie Krieg, Armut und ökologischer Zerstörung - Für die Überwindung von Grenzen zwischen den Menschen und die Umsetzung der Menschenrechte weltweit.

Aufgerufen haben:

Welcome an Learning Center
No Border Academy
Amikeco-Willkommensinitiative e.V. 
Offene Sprechstunde
Seebrücke
Lebensraum Diakonie e.V.
Neue Arbeit Lüneburg gGmbH
Arbeiterwohlfahrt (AWO) Lüneburg
EV. Familien-Bildungsstätte (Fabs) Lüneburg
Aufstehen gegen Rassismus Lüneburg
Allgemeiner Student*innenausschuss (AStA) Lüneburg
PENG-Referat (Politisches Engagement für Nachhaltige Gerechtigkeit)
Kritisch-Unabhängige Liste
AntiRa-Referat
DGB-Jugend Lüneburg
Antifaschistische Aktion Lüneburg / Uelzen
DIE LINKE Lüneburg
DieLinke.SDS Lüneburg
Coraci - Festival contre le racisme Lüneburg
Lüneburger Netzwerk gegen Rechts
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Lüneburg
BÜNDNIS 90 / Die Grünen Kreisverband Lüneburg
JANUN Lüneburg e.V.
SJD – Die Falken Lüneburg
Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) KV Lüneburg
Wellcome united Lüneburg
PastorEckhard Oldenburg
Superintendent Christian Cordes
Bündnis gegen Rassismus und Antisemitismus Bleckede/Dahlenburg/Ostheide
AK Unbehagen in der Struktur
Salt City Antifa

 

 

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